Ewoca³(+) – for everyone!  im Landtag Brandenburg

Ewoca³(+) – for everyone! im Landtag Brandenburg

Sie alle haben es geschafft! Sie haben sich der sogenannten Reifeprüfung unterzogen.

Nein, damit ist sicherlich nicht die allgemeine Hochschulreife gemeint! Die jungen Menschen im Alter von 14 bis 18 Jahren sind TeilnehmerInnen des Ewoca³(+)-for everyone-Programmes und haben in diesem Jahr an interkulturellen Workcamps teilgenommen.

Im Rahmen des Programmes reisten die Jugendlichen, die selbst aus mehreren verschiedenen Bundesgebieten kamen, um die Welt. Sie gingen einen „interkulturellen Austausch“ ein: Sie schlossen Freundschaften, bei manch einem von ihnen bahnte sich eine Liebelei an und wieder andere pflegten ihren neuen Bekanntenkreis, indem sie sich unabhängig vom Programm weiter trafen. Sie wurden konfrontiert mit ihren eigenen Vorurteilen, ebenso reflektierten sie diese. Kurz: Die Jungen und Mädchen wurden sensibilisiert für humanitäre Solidarität, indem sie sich vor Ort engagierten und aktiv Projekte umsetzten. Dies alles unabhängig von
Länder-, Kultur- und Gesellschaftsgrenzen! Zusätzlich verbesserten die meisten ihre Fremdsprachenkenntnisse oder erweiterten diese um neue. Die Wenigsten ahnten die Tragweite ihrer Teilnahme zuvor.

Der Tag vor dem Showdown:Ewoca³(+) – Auswertung

Auf dem Weg zum genannten Treffpunkt kam ich zwar zu spät, traf aber noch zwei nette Mädels aus dem Ewoca³(+)-for everyone-Programm an. Diese erzählten mir bereits auf dem Weg zur Projekt- und Begegnungsstätte, dass sie traurig darüber wären, dass das Programm für sie schon zu Ende gehe…

Endlich angekommen, sah ich mich mit lauter „Glückspilzen“ konfrontiert.

So wird nämlich jemand bezeichnet, der es schafft um eine andere Person drei Mal im Kreis herum zu laufen – ein Aufwärmspiel. Anschließend berichteten die Jugendlichen mit gleichem Eifer von ihren Erfahrungen bei den Workcamps. Zum Beispiel Tommy, der sich kaputt zulachen schien, weil sein bester Kumpel in Spanien von den Mücken qualvoll im Gesicht und besonders an den Lippen zerstochen wurde. Oder Lisa, die ihren neuen festen Freund aus Bosnien, gleich mitgenommen hatte, weil sie sich nie mehr von ihm trennen wollte.
Zwischendurch träumten wir uns in das immer mehr Formen bekommende Wikingerschiff hinein oder versuchten ihm kreative Namen zu verpassen: Klaus, Olaf, Das Schiff und keine Ahnung. Ausdiskutieren konnten wir die Namenswahl nicht, da es schon bald an die Plakatvorbereitungen für den nächsten Tag und die damit verbundene Präsentation der Projekte ging. Abgeschlossen wurde der Sonntagabend beim gemeinsamen Bowlingspiel.

Ewoca³(+) im Brandenburger Landtag – eine ganz besondere Einladung
Am Montag, den 2.Nov 2015, durfte ich mich weiterhin von der sprühenden Begeisterung und Unbefangenheit der Truppe überzeugen, denn trotz hoher Persönlichkeiten, die bei der Fachtagung anwesend waren, ließen sich die Jugendlichen nicht davon abhalten, den Landtag Brandburg mit ihrem „Geist“ zu füllen. So wurde hin und wieder gekichert, in den Gängen gespielt und auf Smartphones rumgetippt. Selbst der Plenarsaal wurde zur kreativen Bühne umfunktioniert und mit selbstgebastelten Projekt-Plakaten verschönert. Wie selbstverständlich infizierten sie mich mit ihrem höchst ansteckenden Lächeln. Ich danke ihnen vielmals dafür!

„Wenn man nur an Bratkartoffeln gewöhnt ist, können einem zum Beispiel trotzdem auch Spaghetti schmecken.“

Die Worte von Matthias C. Tümpel, Vorstandsvorsitzender des IBB e.V., bei der Eröffnungsrede der Fachtagung im Landtag Brandenburg, ließen mich nicht mehr los…denn würde man diese nette Umschreibung weiter spinnen, könnte sie vielleicht so aussehen:
„Und wie es den Jugendlichen schmeckt! Serviert wird das Ewoca³(+)-Programm im dreijährigen Zyklus. Jedes Jahr eine andere Spezialität, zubereitet von Köchen des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. (IBB e.V.). Die vielen Gänge haben einiges gemeinsam: verdaut wird innerhalb von 2 Workcamps-Wochen. Die verwendeten Zutaten stammten vom Innovationsfond des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.“
…Wenn es so gut schmeckt wie alle sagen, dann freut man sich umso mehr auf eine Wiederholung, schließlich ist gutes Essen nicht nur von den Zutaten, den Köchen und den Kellnern abhängig, sondern vor allem von der Liebe und dem Fleiß, den man beim Zubereiten hineinsteckt und von der Gesellschaft in der man es einnimmt….ich zumindest plädiere dafür, dass das Menu in der ganzen Bundesrepublik Deutschland auf den Tisch kommt.
Appetit auf mehr, Appetit auf: Gemeinschaft.

A.B.

„Interkulturell und Spaß an sich!“ – ewoca³(+) in Potsdam

„Interkulturell und Spaß an sich!“ – ewoca³(+) in Potsdam

In Potsdam trafen sich einige TeilnehmerInnen der ewoca³(+) Workcamps. Was sie dort gemacht haben und von welchen Erlebnissen aus den Workcamps sie berichteten, könnt ihr im Beitrag der Jugendredaktion sehen.  Sie hat die Jugendlichen im Haus Hochlland getroffen und begleitet.

Ein Beitrag von Anne Hofmann, Mareen Brauer und Oliver Mattutat

 

Berlin!

Berlin!

Berlin – Wir fahren nach Berlin!

Elle und Anna, das Reporterdreamteam von innovativ international waren wieder einmal on Tour.
Wir beide waren bereits bei der Auftaktveranstaltung der Innovationsfondprojekte in Bonn dabei. 

Und es war uns eine Freude, jetzt zur Zwischenveranstaltung der Innovationsfondprojekte im Centre Français de Berlin, anwesend sein zu dürfen.
Dieses Mal sind wir nicht mit dem Zug, sondern mit dem schnellsten Ford Fiesta Bayerns durch die halbe Republik gekurvt. Fast pünktlich sind wir dann an einem wunderschön sonnigen Herbstmittag am 17. September in die Vorstellungsrunde der ProjektleiterInnen geplatzt…
Die erste Herausforderung nach dem Anfangsbuchstaben unseres Vornamen zu sortieren, haben wir meisterhaft bestanden. ;9
Aber eigentlich sind wir natürlich nicht deswegen nach Berlin gefahren!

Unsere Mission: ProjektleiterInnen interviewen, Kontakte knüpfen, Projektarbeitsstände mitteilen, und evt. mögliche Vor-Ort-Besuche direkt abklären. Ausgestattet mit Ipad und Mikrophon haben wir unsere ProjektleiterInnen buchstäblich “auf die Coach gesetzt”, dazu könnt ihr später mehr sehen.
Wie bei der Auftaktveranstaltung fühlten wir uns manchmal sprachlich und auch inhaltlich etwas überfordert, die Fremdwörterquote und Fachthemen, waren doch unglaublich hoch! Oder habt ihr schon mal was von Qualifizierungsmaßnahmen in erster und zweiter Phase gehört?
In den kleinen Gesprächskreisen hatten wir aber die Möglichkeit uns mit ProjektleiterInnen zu unterhalten und ein bisschen konkreter nachzuhaken.

Nach diesem inhaltlich gut gefüllten Tag und einem sehr leckeren französischen Abendessen ging es in die letzte Runde des Tages:

Der Vorstellung unseres Projektes “innovativ international”! Mit übervollem Bauch und so spät am Abend, war das gar nicht so einfach. Nachdem Stephanie Pickl von mediale pfade  einen kurzen Überblick über das Projekt und einen Blick in die Zukunft gewagt hat, hieß es für Anna und mich noch ein letztes Mal konzentrieren und unser Projekt gut darstellen.

 

Wir freuen uns auf coole neue Vor-Ort-Termine! Und wünschen den Projektpartnern einen guten Start in den Herbst!

 

Handeln für eine Jugendgerechte Gesellschaft

Handeln für eine Jugendgerechte Gesellschaft

6:15 Uhr in Dresden am Donnerstag den 15. Juli 2015.
Nein, außnahmsweise nicht für die Schule!
Die Dresdner Redaktion machte sich zu dieser frühen Stunde auf nach Berlin.
Denn hier stellte Familienministerin Manuela Schwesig im Berliner Presseclub die neue Agenda der Jugendpolitik vor.
In vielen Vorträgen, Workshops, Ständen und Interviews haben wir uns ausführlich informiert.
Zwei der insgesamt dreizehn Innvationsfondprojekte waren ebenfalls vor Ort:
Florian Fangmann (Werbekampagne für die Partizipation jugendlicher mit erhöhtem Förderbedarf) und Johannes Bergunder (Learning Badgets)

Wir wünschen gute Unterhaltung:

for everyone, jetzt auch fürs Netz! – ewoca³(+)

for everyone, jetzt auch fürs Netz! – ewoca³(+)

Das Förderprojekt für Jugendeinrichtungen ewoca³(+) hat mittlerweile einen neuen Internetauftritt! Auf der Seite findet man neuste Informationen rund um die Workcamps, Partner der Organisation und vieles mehr. Ewoca³(+) teilt sich die Website mit dem ursprünglichen Projekt ewoca³. Das (+) im Namen soll nicht verwirren, sondern nur zeigen, dass ewoca³ im Zuge der Innovationsfond ausgebaut wurde und nun auch Jugendliche und Jugendeinrichtungen in Schleswig-Holstein, Brandenburg und Thüringen für internationale Jugendarbeit motiviert und unterstützt.

Aber nicht nur an der Website wird fleißig gearbeitet, denn bald geht es schon los mit dem ersten Workcamp (16.07.2015 – 29.07.2015 in Neuruppin). Hoffentlich kriegt das Projekt durch die neue Website noch mehr Aufmerksamkeit. Wir wünschen dem Team und den Jugendlichen viel Spaß bei der Arbeit, ein gutes Gelingen und freuen uns wenn wir neues hören!

Hier geht es zur Website

 

 

Alle Schienen führen nach Hamm – Hanse Suit Case Theatre

Alle Schienen führen nach Hamm – Hanse Suit Case Theatre

Wir sind heute unterwegs in das beschauliche Städtchen Hamm um unser erstes Projekt zu besuchen. Oder besser gesagt, wir würden gerne nach Hamm, Deutsche Bahn, bitte!
Züge sind super! Man kann sich eigentlich keine entspanntere Reise-Möglichkeit für kurze Strecken vorstellen. Relativ preiswert, man muss nicht selber fahren und man ist meist schneller als mit anderen Verkehrsmitteln, was will man mehr? Doch einen entscheidenden Nachteil haben diese rollenden Blech-Container. Schienen. Jeder Zug braucht Schienen. Schienen altern und müssen ausgetauscht werden. Optimal natürlich genau dann, wenn man das erste Mal mit dem Zug ins idyllische Städtchen Hamm fahren möchte. Nun gut, muss man halt mit leben. Wurde schließlich früh genug angekündigt und es gibt ja zum Glück Schienenersatzverkehr. Ok gut, dann bleiben wir ganz ruhig und nehmen die Möglichkeit dankend an. Doch gefühlt haben Petrus und Rüdiger Grube (Vorstandsvorsitzender DB) sich gedacht: Hey, ist doch eh schon viel zu einfach. Wie wär es mal mit nem Sturm, dann können wir auch mal nen Tag frei machen. Klingt doch super! Naja, Glück im Unglück. Während irgendwelche Weltenbummler im Hammer Beton-Bunker aka Hauptbahnhof stranden und ihre Probleme dem WDR erzählen, fahren unsere Züge und der Schienenersatzverkehr nach Plan. Nun kann uns und dem Hanse Suitcase Theatre nichts mehr im Wege stehen!

Fröhlich werden wir am Bahnhof von Madjid, dem Leiter des Projektes, empfangen. Er gibt uns bei einer kleinen Wanderung durch Hamm einen Einblick wer und was das Hanse Suitcase Theatre überhaupt ist. Der Name sagt nämlich nicht alles, denn es ist nicht nur ein Theater, in dem Jugendliche zum Vergnügen schauspielerisches Können auf die Probe stellen, sondern vielmehr der Kickstarter in die große Berufswelt. Es stellt sich heraus, dass der Theater-Unterricht nur 1/3 der Zeit beansprucht. Die restliche Zeit verbringen die Jugendlichen im Englisch- oder Jobcoaching Unterricht (Dazu mehr im Video-Interview mit Madjid). Als wir dann schließlich an den Räumlichkeiten ankommen werden wir schon selbstbewusst von zwei Teilnehmerinnen begrüßt. Nach ersten kleinen Interviews ist auch schon das letzte bisschen Nervosität verschwunden. Wir zeigen der Gruppe technische Möglichkeiten für das Projekt und werfen schon mal einen ersten Blick auf diese Website, wo sie demnächst eventuell auch eigene Artikel veröffentlichen werden. Doch eine Frage steht für uns immer noch im Raum. Was macht ihr überhaupt für ein Theaterstück? So viel wollen die beiden uns noch nicht verraten, aber wir können schon einmal hier erste Infos geben: In dem Theaterstück wird es um das Thema – Original oder Kopie, was macht einen Menschen authentisch – gehen. Die Jugendlichen spielen jeweils Rollen, welche selber gestaltet wurden. Auch das Drehbuch und die Geschichte drumherum beruhen auf eigenen Ideen. Mehr werden wir dann am 24.06.2015 erfahren, wenn das Stück aufgeführt und von uns Live auf diesem Blog übertragen wird. Nach ersten Auftritten in Hamm geht es dann für die Jungen und Mädchen nach Lettland zu den internationalen Hanse Tagen, wo das Stück für die Partner-Gruppe vor Ort aufgeführt wird. Hierbei wird die Bedeutung der Hanse im Namen klar. Durch den Austausch können das neue Selbstvertrauen und die frisch trainierten Englisch-Kenntnisse eingesetzt werden, sodass es hoffentlich zu einem unvergesslichen Ereignis wird.

Der Tag neigt sich nun langsam dem Ende zu und wir schaffen es trotz der komischen Bahnverbindung irgendwie nach Hause. Wir hoffen für die Gruppe, dass bis zur Aufführung alles weiter so gut läuft und wünschen schon jetzt viel Glück für die Aufführung!

Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes

Innovationsfonds im Kinder- und Jugendplan des Bundes

Am 29. Januar 2015 trafen sich Anhänger verschiedenster Organisationen in Bonn im Gustav Stresemann Institut, um dort an einer bundesweiten Fachkonferenz teilzunehmen. Das Thema hieß „Modelle und Strategien einer gelingenden Jugendbeteiligung“.
Um 10:30 begann dann der Tag nach kurzer Begrüßung mit einer darauf folgenden Podiumsdiskussion mit Rainer Wiebusch vom BMFSFJ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), so wie Jana Schröder von der AGJ (Arbeitsgemeinschaft für Kinder und Jugendliche) und Jasmin-Marei Christen vom DBJR (Deutscher Bundesjugendring). Nach kurzer Vorstellung der Diskussionsteilnehmer ging es schnell mit Konfliktthemen los, wie der ernsthaften Miteinbeziehung von Jugendlichen in der Politik und die daraus resultierende Gründung einer Jugendallianz. Das Thema löste auch auf Seiten der Zuhörer Diskussionsbedarf aus, der in den nachfolgenden Workshops gedeckt werden sollte.
Diese insgesamt fünf Workshops starteten um 13:00 Uhr. Neben den bereits vielen erwähnten Organisationen waren auch wir als Jugendonlineredaktion vertreten. Das ermöglichte es uns an dem Workshop teilzunehmen der sich mit dem Thema „Internationale Jugendarbeit“ beschäftigte. Passend zum Thema stellten wir unser Projekt vor. Neben dem unseren wurde jedoch auch noch das Projekt „Learning Badges“ von Johannes Bergunder vorgestellt, welches sich mit einem digitalen Belohnungssystem selbstausgebildeter Kompetenzen beschäftigt. Um noch mehr Aufklärung und Miteinbeziehung derjenigen Teilnehmer zu erreichen, die nicht oft mit ähnlichen Themen konfrontiert wurden, entstanden zwei Diskussionsgruppen, in denen die Teilnehmer untereinander verschiedene Gesichtspunkte der Chancen und Risiken für die Jugendpolitik sammelten. In einer Abschlussrunde wurden noch kurz die wichtigsten Punkte einer gelingenden Jugendbeteiligung zusammengefasst, wie etwa das notwendige Ernstnehmen der Jugendlichen und eine zu verbessernde Vernetzung der Jugendpolitik erwähnt.
Damit war der Tag auch für uns beendet und wir machten uns nach einem letztem Kaffee auf die Heimreise.
Insgesamt kann man sagen das sich die Anreise gelohnt hat. Wir haben Erfahrung im Bereich Jugendpolitik erlangt und die Bekanntschaft mit vielen kompetenten Fachkräften gemacht, die für das nötige Verständnis sorgten. Das Programm und die Location waren gut ausgesucht, sodass keiner vor Anstrengung umfiel oder das Interesse während den Diskussionsrunden verlor. Zwar wiederholten sich manche Aspekte innerhalb der Workshops, trugen aber umso mehr zum eigentlichen Ziel bei. Und das gute Essen sollte auch nicht unerwähnt bleiben.

 

 

 

 

 

 

Startworkshop Würzburg

Startworkshop Würzburg

Uns kennenlernen, in die Technik einarbeiten und mehr über unsere Aufgabe erfahren, das war unser Ziel als wir uns am Wochenende vom 31. Oktober bis zum 2. November in Würzburg getroffen haben.

Wir, dass sind 10 Jugendliche, die in unterschiedlichen Jugendredaktionen in ganz Deutschland mitmachen. Und unsere Aufgabe ist die journalistische Begleitung von 13 Projekten in Deutschland, bei denen es um internationale Jugendarbeit und Jugendpolitik geht. Soviel haben wir gewusst als wir im Zug nach Würzburg gesessen sind, aber wir konnten uns darunter ehrlich gesagt nicht viel vorstellen. Als wir in der Jugendbildungsstätte eingecheckt haben, wussten wir noch nicht einmal wie unser Workshop hieß und haben erstmal ziemlich dumm geschaut. Dann kam der erste Workshop. In ihm wurde der Begriff „internationale Jugendarbeit“ erklärt und die 13 Projekte vorgestellt. Das Problem war aber, dass viele Projekte noch garnicht vollkommen geplant waren und es deshalb logischerweise auch kaum Informationen dazu gab.

Dann wurde auch die wohl wichtigste Frage beantwortet: Was haben wir damit zu tun?
Kurz gesagt geht es darum, dass wir als Jugendliche von den Projekten berichten, an denen Jugendliche oder junge Erwachsene teilnehmen, weil Jugendpolitik ja eigentlich Jugendliche interessieren soll. Und wer interessiert sich schon für einen langweiligen Artikel, geschrieben von einem gelangweilten Profi-Redakteur, der am Ende nur den Projektleiter anstatt der Jugendlichen befragt hat?

Damit wir am Ende selbstständig arbeiten können, haben wir nach der Mittagspause in den nächsten zwei Workshops auch gelernt wie die Kameras und die restliche Technik funktioniert und besprochen wie unsere Berichte dann ausschauen sollen. Weil die Technik sehr teuer war und extra für uns angeschafft wurde, waren wir am Anfang eher übervorsichtig. Am Abend haben wir unsere Angst dann aber schon überwunden gehabt und haben die Technik ausprobiert und zum Beispiel kurze Clips gedreht.

Am Sonntag ging es dann gleich nach dem Frühstück mit dem nächsten Workshop weiter. Wir haben in ihm zum Beispiel rückwärts interviewt, das heißt dass der Interviewte zuerst die Antwort gibt und man dann eine dazu passende Frage stellen muss. Wir haben auch noch andere Improvisationsübungen gemacht, bei denen der Spaß nicht zu kurz gekommen ist und wir uns auch näher kennenlernen konnten. Das war davor wegen dem engen Zeitplan garnicht so einfach, weil wir nebenbei ja auch noch essen und schlafen mussten.

Nach einer kurzen Feedbackrunde und dem Mittagsessen hieß es dann auch schon Zeug packen und sich auf den Weg zum Bahnhof machen. Dank einem mehr oder weniger lebensmüden Taxifahrer haben wir dann auch unseren Zug geschafft

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Auftakt-Veranstaltung

Auftakt-Veranstaltung

Die wichtigste Frage für diesen Tag war eindeutig: „Was ziehe ich nur an?“

Wir gehen ja schließlich ins Bundesministerium für Kinder Jugend, Frauen und Familie, da kann man ja wohl nicht mit seinen Alltagsklamotten auftauchen. Andererseits ist es ja unsere Aufgabe, „die Jugend“ zu repräsentieren und „die Jugend“ ist eben nicht in Blazer und Anzug unterwegs, sondern in Kapuzenpulli und Jeans. Also haben wir uns auf ein etwas eleganteres Outfit geeinigt, das trotzdem noch Jeans und Sneakers beinhaltet hat.

Nachdem diese schwerwiegende Frage geklärt war, und wir auch pünktlich um 11 Uhr im Bundesministerium angekommen sind, haben wir uns gleich unserer Mission gewidmet, und die ersten ProjektleiterInnen interviewt. Ausgestattet mit IPad und Mikrophon haben wir sie über ihr Projekt ausgequetscht und die ein oder andere Nachdenk-Frage gestellt.

Nach einer kurzen Begrüßung kam eine Vorstellungsrunde, die uns vor das erste Problem stellte: Wir verstehen schon jetzt nur die eine Hälfte des Gesagten, die andere ist gespickt mit Fachbegriffen und Fremdwörten, die sogar uns frisch gebackenen Abiturienten zu komplex sind. Trotzdem können wir einen ersten Eindruck von den Organisatoren, sowie deren Projekten gewinnen, der durchwegs ganz vernünftig ist.Anschließend gib es einige Informationen über Innovation, Budget sowie zu der begleitenden Institution IJAB. Auch hier haben wir wieder etwas Verständnisprobleme, die aber durch gemeinsames darüber diskutieren erfolgreich überwunden werden.

Dann endlich die Mittagspause. Und da es bei dieser Veranstaltung ja um internationale Jugendarbeit geht, ist auch das Fingerfood-Angebot sehr international: Von Mini-Cheeseburgern über Frühlingsrollen und kleine Quichee bis hin zu Honigmelone mit rohem Schinken ist alles geboten.

Nach dieser leckeren Stärkung geht es in die zweite Runde des heutigen Tages: Gruppenarbeit ist angesagt, wie damals in der Schule. Und so wie damals in der Schule gibt es auch hier das Phänomen, das eine Gruppe unterbesetzt ist, und der Koordinator dieser Aufgabe dazu auffordern muss, gleich große Teams zu bilden. Nach langen Diskussionen über die vier Dimensionen der Anerkennung in der internationalen Jugendarbeit, also einfach gesagt darüber, wie die Jugendarbeit von den Teilnehmern, der Gesellschaft, der Polit ik und und so ganz offiziell mit Zertifikat anerkannt wird, kommt auch schon unser großer Auftritt.

Nachdem Daniel Seitz von mediale pfade unsere Aufgabe und die dahinter steckende Idee kurz erklärt hat, hieß es für uns Brust raus, Bauch rein und los geht´s.

Da wir nach dem Frühstück schon ein kurzes Video gedreht haben, in dem wir uns kurz vorstellen, und unsere Meinung zu internationaler Jugenarbeit kundtun, müssen wir das jetzt nur ankündigen und auf Play drücken.

Das ging dann auch ca eine Minute gut, bis das Video mitten drin angefangen hat, zu laden und nichts mehr weiter ging. Also mussten wir alles selbst nochmal wiederholen. Hat eindeutig besser funktioniert! Zum Glück hat unser Demonstrationsvideo mit einem Organisator dann wieder funktioniert und wir waren aus dem Schneider. Nach einem kurzen Abschlusswort mussten wir uns beeilen, um unseren Zug zu erwischen.

Dies hat zwar wunderbar funktioniert, doch jetzt steht unser Zug irgendwo zwischen Mannheim und Ulm auf der Strecke und wir haben schon eine Verspätung von fast 50 Minuten aufgrund eines technischen Defekts. Da gibt es doch keine bessere Beschäftigung, als euch von unserem Tag in Bonn zu erzählen.
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