Fernwehlots*innen-Schulung am Tor zur Welt

von Lisa L. und Moritz B.

Bunt, laut und viel Wasser – das waren unsere ersten Eindrücke von Hamburg, als Moritz und ich endlich ankamen. Schon bei dem Redaktionsworkshop in Berlin vor einigen Monaten war uns klar, dass wir beide unbedingt nach Hamburg fahren wollen, weil das Projekt, über das wir berichten sollen, interessant klang und uns dazu noch die Möglichkeit gegeben wurde, diese tolle Stadt zu besuchen. Da wir aus dem Süden aus Oberbayern kommen, ist es schon etwas Besonderes, den Norden Deutschlands kennenzulernen. Und wir beide sind uns sicher, dass der Aufenthalt sich definitiv gelohnt hat und auch den Aufwand unserer Reise wert war. Um möglichst viel Zeit in Hamburg verbringen zu können, sind wir nämlich schon um vier Uhr morgens in München in den Zug gestiegen, dafür aber auch schon am frühen Mittag in Hamburg angekommen.

Die jungen Journalist*innen Lisa und Moritz in Hamburg
Die jungen Journalist*innen Lisa und Moritz in Hamburg

Dadurch hatten Moritz und ich dann die Möglichkeit, mit einem Schiff auf der Elbe zu fahren und dabei die Sonne zu genießen, die schöne Speicherstadt mit dem eindrucksvollen Gebäude der Elbphilharmonie zu sehen und einfach die fröhliche Stimmung in Hamburg an einem warmen Frühlingstag zu erleben. Gegen Ende des Tages haben wir dann in unserem Hotel eingecheckt, wo wir dann auch Robert, unseren „journalistischen Betreuer“, getroffen haben. Da unser Hotel direkt auf der Reeperbahn lag, dem Rotlichtviertel Hamburgs, haben wir auch die Partyszene und auch diese besondere Stimmung mitbekommen, was ein Erlebnis für sich war und definitiv beeindruckend.

 


Moritz hat sich mit den Fernwehlots*innen und ihren Trainerinnen unterhalten und Einiges dabei herausgefunden…


 

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen sind wir drei dann nach Altona gefahren, wo wir in einer eher ruhigen Seitenstraße das bunte und sehr freundliche Schaufenster fanden In diesen Räumen fand dann auch die Fernwehlots*innen-Schulung des Aktuellen Forums statt, über den wir berichten wollten. Wir wurden von zwei sehr sympathischen jungen Frauen von der „european play work association“ (e.p.a.) begrüßt. Die e.p.a. ist ein weltweit agierendes Netzwerk, das mit 40 verschiedenen Partnerorganisationen und eben auch dem „Aktuellen Forum“ zusammenarbeitet, um Jugendliche über Auslandsaufenthalte zu beraten.

Die freundliche Gestaltung des Schaufensters zog sich auch durch das gesamte Büro. Man fühlte sich sofort wohl, da alles sehr einladend und herzlich auf mich wirkte. Quer durch die Zimmer hingen bunte Girlanden, Regenborgenmotive, Stifte in allen Farben, Motivationssprüche und farbenfrohe Bilder und Plakate. Es war also deutlich erkennbar, dass die, die dort arbeiten, Spaß an ihrer Arbeit haben und es genießen, sich dort aufzuhalten. Die gleiche Leidenschaft, die sie in die Dekoration ihrer Büroräume stecken, spiegelt sich auch in den Projekten, die sie organisieren, wider.

Lisa und Moritz in den Workshopräumen von e.p.a.
Lisa und Moritz in den Workshopräumen von e.p.a.

Ungefähr 12 Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren haben an diesem Tag an der Fernwehlots*innen-Schulung teilgenommen. Moritz und ich durften sie einen Tag lang begleiten und uns ein Bild davon verschaffen, was Fernwehlots*innen überhaupt sind. Da der erste Teil der Schulung schon am Vortag stattgefunden hatte, besaßen die Teilnehmerinnen also schon einmal einen ganz guten Überblick über das Thema Auslandsaufenthalt. Hier war Organisatorisches geklärt worden, die Programmarten für Auslandsaufenthalte und sie führten sogar schon Interviews mit jungen Freiwilligen, die zum Beispiel gerade in Ghana sind. Dadurch kannten sich alle schon ein bisschen und es war eine sehr angenehme und entspannte Atmosphäre.

Ein Programmpunkt für diesen Tag war z.B. die Vorstellung der Webseite rausvonzuhaus.de, auf der man einen Überblick über alle möglichen Auslandsaufenthalte findet, egal ob ein Au-Pair-Jahr, Schüleraustausch, Freiwilligendienst oder Work and Travel. Zusätzlich erhält man dort auch noch Tipps, zum Beispiel was man für den jeweiligen Aufenthalt einpacken sollte oder was es für Regelungen bezüglich Visum gibt.

Danach wurden die Mädchen auf ihre Aufgabe als Fernwehlotsinnen vorbereitet. Fernwehlotsinnen sollten an ihren Schulen  Ansprechpartner*innen für andere Schüler*innen sein, wenn diese überlegen, ins Ausland zu gehen. Die Fernwehlotsinnen sollen nicht dabei helfen, diese Reise vorzubereiten und zu organisieren, aber sie können anderen Schüler*innen Mut machen und sie motivieren, inspirieren und informieren. Sie können ihnen Tipps geben, wo sie weitere wichtige Infos bekommen, also zum Beispiel auf der Webseite rausvonzuhaus.de oder im Büro von e.p.a. , wo die Schulung auch stattfand. Die angehenden Fernwehlotsinnen wurden dann kreativ und entwarfen eigene Plakate, die sie in ihrer Schule aushängen wollten, worauf sie sich selbst kurz vorstellen und erklären, wo und wie andere Schüler mit ihnen in Kontakt treten können, falls sie Fragen zu Auslandsaufenthalten haben. Sie können auch Vorträge über Auslandsaufenthalte zu halten oder einen Infostand an ihrer Schule organisieren.

Obwohl Moritz und ich nicht einmal die ganze Schulung miterlebt haben, haben wir trotzdem schon Lust bekommen, selbst an einem Auslandsprojekt teilzunehmen. Naja, in einem Jahr sind wir mit der Schule fertig und dann stehen uns erst einmal alle Türen offen. Also, mal schauen, was sich dann ermöglichen lässt!

Jugendredaktion online – Interview mit den International Scouts

Die Jugendredaktion innovativ international setzt sich aus jungen Journalist*innen aus ganz Deutschland zusammen und ist entsprechend in der ganzen Bundesrepublik und darüber hinaus unterwegs. Je nachdem, wo eine Projekt der internationalen Jugendarbeit des Innovationsfonds des BMFSFJ gerade aktiv ist, dort sind auch wir und berichten über die Erfahrungen, Herausforderungen und Ziele in Projekten der internationalen Jugendarbeit.

Leider können wir nicht immer überall sein, aber junger und zeitgemäßer Journalismus funktioniert eben auch online… So etwa bei unserem Redaktions-Workshop in Berlin, den wir gleich als Gelegenheit nutzten, die neuen Interviewskills zum Einsatz zu bringen. Die Redaktionsmitglieder Moritz und Lisa interviewten hier den Projektverantwortlichen der International Scouts Sachsen Martin Schmidt von der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e.V. über eine Videokonferenz oder Liveschalte wie man früher sagte.

Was Lisa und Moritz interessiert und was Martin zu berichten hat, findet ihr hier im Video-Beitrag.

 

Redaktionsworkshop in Berlin vom 9. bis 11. März

Redaktionsworkshop in Berlin vom 9. bis 11. März

Wir suchen junge Leute mit Lust auf Online-Journalismus und Medienarbeit für unseren Redaktions-Workshop vom 9. bis 11. März im WannseeForum Berlin!

Schreibe kurz – und sie werden es lesen. Berichte klar – und sie werden es verstehen. Arbeite bildhaft – und sie werden es im Gedächtnis behalten.” (nach Joseph Pulitzer)

Genau das will die Jugendredaktion innovativ international: Wie lässt sich kurz, klar und bildhaft über 14 spannende Projekte der internationalen Jugendarbeit berichten? Und wer wäre dafür besser geeignet als die, um die es geht? Um das hinzubekommen, brauchen junge Leute etwas journalistisches Handwerkszeug und hier kommen wir und du ins Spiel. Damit wollen wir dich in unserem Workshop ausrüsten!

Wann? Wo? Wer?

Der kostenlose Workshop findet vom 9. bis 11. März im WannseeForum in Berlin statt (Anreise Fr. ab ca. 16 Uhr, Abreise So. ca. 14 Uhr). Für alle Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren aus ganz Deutschland, die Lust auf neue Formen von Journalismus haben.

Was erwartet dich?

Wir machen dich und andere Jugendliche fit für die journalistische Begleitung von 14 internationalen Projekten. Du erhältst Hintergrundwissen zu internationaler Jugendarbeit und wirst selbst journalistisch arbeiten. Wie mache ich einen Redaktionsplan? Was sind Online-Formate? Was ist guter Journalismus? Wie stelle ich Interviewfragen? Wie funktioniert 360°-Video, Social-Media-Scrollytelling oder WordPress? Und wir haben die Chance, praktisch zu werden und ein Projekt vorzustellen! So landet der erste Bericht gleich auf unserem Blog innovativ international!

Anmeldung

Anmelden kannst du dich bis zum 23. Februar online! Wir freuen uns auf dich!

 


 

Was ist innovativ international?

Die Jugendredaktion innovativ international begleitet journalistisch 14 Projekte der internationalen Jugendarbeit und -politik, die im Rahmen des “Innovationsfonds” von 2017 bis 2019 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert werden.

Die Projekte  des Innofonds im Bereich internationale Jugendarbeit sind über ganz Deutschland verstreut, von Berlin über Leipzig bis nach München. Um eine gute Berichterstattung über diese Projekte zu ermöglichen, braucht es darum jugendliche Redakteure vor Ort, die Interesse am journalistischen Arbeiten haben und gern verschiedene internationale Projekte kennenlernen wollen.

Austausch Israel – Buxtehude: Spaß und Kultur

Ein Austausch ermöglicht den Teilnehmenden zwei neue Perspektiven: Einerseits lernt man seine Heimat neu kennen, andererseits erlebt man ein neues Land. So auch bei der Delegation des Stadtjugendringes Buxtehude e.V., welcher die TeilnehmerInnen vom 13.07. bis 27.07. je eine Woche durch Israel und Deutschland führte. Während dieser Zeit wurden aus fremden Personen zweier völlig unterschiedlicher Länder Freunde. Vorurteile wurden abgebaut, während die Jugendlichen ihre Zeit in den Familien der jeweiligen Austauschpartner verbrachten. Dort lernten sie ein Leben kennen, dass dem Gewohnten in unerwartet vielen Punkten ähnelte.

Gruppenbild Jerusalem

Zu dem einzigartigen Erlebnis trug auch das abwechslungsreiche Programm bei. Egal ob Tel Aviv oder Jerusalem erkundet, im Toten Meer gebadet oder die Schultern unter der erdrückenden Last der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem schwer wurden – Israel hat eine unglaubliche Vielfalt an Kultur zu bieten. Die Jahrtausende zurückreichende Geschichte, die an vielen Orten fast greifbar nahe ist, die Mischung vieler Kulturen und die weltoffenen Bewohner lassen die Vielfalt dieses Landes in einer Woche nur erahnen.

Doch auch in Deutschland waren die Erlebnisse vielfältig. So wurde z. B. die Gedenkstätte Bergen-Belsen besucht, eine Schnitzeljagd durch Buxtehude veranstaltet, die Elbphilharmonie besucht und im Hochseilgarten manche Angst überwunden.Wattwanderung

Am Ende fiel allen der Abschied sichtlich schwer. Die neuen Freundschaften und die gemeinsame Zeit haben zusammengeschweißt. Vielen Dank an alle, die dieses einzigartige Erlebnis möglich gemacht haben!